Negima - Abschlussfeier (1/3)

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Haviland
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Negima - Abschlussfeier (1/3)

Beitragvon Haviland » Do 20. Dez 2012, 13:49

So, es ist soweit: Ich habe die erste von geplanten drei Fanfics fertiggestellt und gebe sie euch jetzt zur gefälligen Betrachtung :). Eines als Erklärung vorweg: Ich bin ein echter Fan von Epilogen. Mein absoluter Liebling ist der Epilog von "Der Herr der Ringe", in dem der goldene Sommer im Auenland beschrieben wird. Ich kann in Good Endings schwelgen bis zum Abwinken, und ich persönlich fand das Ending von Zero no Tsukaima viiiiel zu kurz. Ich hätte gerne noch etwas mehr Goodies gehabt... vielleicht ihre Kinder oder so etwas :love: . Entsprechend sind auch meine Geschichten (zumindest die ersten beiden).

Und noch etwas: Ich beschreibe ein alternatives Ending, und ich lege nicht fest, ob davon etwas im aktuellen Ende des Mangas enthalten ist oder nicht :whistling:. Ihr könnt davon ausgehen, dass ich meine eigenen Vorstellungen untergebracht habe, aber ich gebe keine Garantie, dass nicht auch etwas aus dem Manga darin vorkommt. Ihr könnt also nicht sagen: "Also ist das Ende nicht so, sondern so, weil Havi es so geschrieben hat." In dem Sinne: Viel Spaß beim Lesen :thumbup:.

Noch ein Hinweis: Leider habe ich die Einrückungen am Absatzbeginn nicht übertragen bekommen und mir mit gelegentlichen Leerzeilen beholfen. Wenn mir jemand sagt, wie ich einen vorformatierten Text hier unterbringen kann, korrigiere ich das noch für eine bessere Lesbarkeit...


[b]Abschlussfeier (Teil 1/3)
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Im Oberstufen-Wohnheim der Mahora-Akademie herrschte die übliche Betriebsamkeit, aber etwas war anders als sonst: Über all den Geräuschen von laufenden Füßen und schwatzenden Mädchen, den Gerüchen der Pflanzen und Kochnischen lag heute eine seltsame, wehmütige Stimmung. In wenigen Stunden würde die Abschlusszeremonie stattfinden, und die Mädchen des dritten Jahrgangs hatten ihre Habseligkeiten größtenteils schon gepackt und in Koffern, Kisten und Kartons verstaut. Einige Nachzügler waren noch dabei, Kartons durch die Gänge zu tragen und ihre Zimmer zu säubern, aber die meisten waren bereits fertig und verbrachten ihre Zeit damit, ein womöglich letztes Mal durch die Räume zu schlendern und sich alles einzuprägen oder ein letztes Gespräch mit ihren Freundinnen zu führen, ehe das Leben sie womöglich für immer trennen würde. Manche schauten nicht ganz so traurig: Sie waren bereits in das auf dem Nachbar-Campus befindliche Wohnheim der Universität gezogen und freuten sich auf weitere drei oder vier Jahre auf dem weitläufigen Gelände der Akademie.

In einem der Zimmer, die gerade geräumt worden waren, ging es hoch her. Hier fand scheinbar ein Treffen statt, denn auf dem engen Raum saßen dort sieben Mädchen – oder sollte man besser sagen junge Frauen – auf Stühlen, Betten oder dem Boden. Sie schienen sich irgendwie besonders gut zu verstehen, etwas mehr, als man es von einer normalen Schulfreundschaft erwarten würde, und so war es auch: Diese Mädchen hatten gemeinsam Abenteuer erlebt, die weit über das hinaus gingen, was normale Mädchen ihres Alters aufzuweisen hatten. Sie waren in einer fremden Welt gewesen, hatten sich unter ihnen unbekannten manchmal lebensbedrohlichen Umständen behaupten müssen und waren erhobenen Hauptes wieder zurückgekehrt. All die Erlebnisse hatten ihre Persönlichkeiten geformt, sie reifer gemacht und ihnen geholfen zu erkennen, welche Potenziale in ihnen steckten. Jetzt saßen sie zusammen und ließen die letzten sechs Jahre, die sie gemeinsam in der Mittel- und Oberstufe verbracht hatten, an sich vorüberziehen.

„Findet ihr nicht auch, dass die letzten drei Jahre viel zu schnell vergangen sind?“, meldete sich Yuuna zu Wort. „Ich dachte, nach den Ereignissen in der Magischen Welt würde ich mich hier zu Tode langweilen, aber in Wirklichkeit hatte ich manchmal Mühe, mit all den Dingen um mich herum Schritt zu halten.“
Makie kicherte: „Kein Wunder, du hast dich ja auch immer wieder in Negis Angelegen-heiten eingemischt und keine Chance ausgelassen, ihm deine Hilfe anzubieten. So beschäftigt, wie der ist, war es keine Kunst, dass du dann dauernd Stress haben würdest.“
„Aber ich wollte ihm nun mal helfen – ich konnte den Kleinen doch nicht alles alleine machen lassen!“
„Den Kleinen – meinst du immer noch, er sei klein und müsste beschützt werden?“
„Na ja… nicht wirklich, aber er ist trotz allem nur 14 Jahre alt, das ist doch noch kein Alter, um den Stresspegel eines Managers aufzubauen!“
„Hast ja recht. Aber ich glaube, Negi muss sich darum nicht wirklich Gedanken machen. Schließlich will ihm JEDER helfen – nicht wahr, Mädels?“
Die Anderen grinsten und nickten eifrig. Jede von ihnen hatte eine Geschichte mit Negi Springfield – oder sollten sie ihn jetzt besser mit seinem echten Titel bezeichnen, Prinz Negi von Vespertatia? Nein, für sie würde er immer Negi-Sensei bleiben, ihr einzigartiger, kleiner Klassenlehrer, der sie ungewollt in ein Leben mitgenommen hatte, das sie sich nicht mal in ihren kühnsten Träumen hätten vorstellen können.

Makie schaute in die Runde. „Schade, dass nicht alle kommen konnten. Yuuna und ich haben versucht, alle zusammen zu bekommen, aber das war schwerer als erwartet. Kaede habe ich im Wald aufspüren müssen, Haruna war erst nicht von ihrem Börsenticker zu trennen, und Nodoka war bis gestern noch in Ostia. Warum eigentlich?“
Nodoka lächelte. „Ich habe das Heimatmuseum von Ostia besucht, unter kundiger Führung von Asuna. Da sie viele Termine hat, war das eine allzu seltene Gelegenheit.“
Makie schaute erstaunt. „Du hast Asuna getroffen? Respekt! Ich habe nicht mal ein Telefonat mit ihr zustande bekommen. Ihre Managerin meinte, ihre Exzellenz sei erst in drei Wochen wieder ansprechbar…“
Yuuna ergriff das Wort. „Aber dafür ist Yue gekommen. Das finde ich klasse von dir, dass du dir die Zeit genommen hast.“
Yue saß auf einem der Stühle, ihr seltsames Gewand hing über der Lehne. Yuuna betrachtete es interessiert.
„So sieht also die Studentenrobe der Ariadne-Akademie aus. Ich bin beeindruckt.“
Yue zuckte mit den Schultern. „Ist doch nicht so wichtig…“
Haruna meldete sich: „Wisst ihr etwas Neues von Konoka und Setsuna?“
Dieses Mal antwortete Makie: „Nur was man so hört. Konoka ist jetzt Magistra Magi, und Setsuna ist ihre treue Ministra. Irgendwie scheint es so, als ob Konoka durch die Welt reist und Leute heilt… aber so ganz verstanden habe ich das nicht.“
„In der Magischen Welt sind sie berühmt“, erwiderte Nodoka, „die Heilerin und ihr Schatten. Es gibt sogar einige Landstriche, in denen sie regelrecht verehrt werden. Neulich meinte Konoka, das sei ihr gar nicht recht, aber sie wusste auch nicht, was sie dagegen tun sollte.“
„Okay… aber was ist mit dem Rest? Wo ist der Rest von Ala Alba?“, fragte Haruna in die Runde.
„Alle verhindert“, meinte Yuuna. „Wir haben alles versucht, aber mehr konnten nicht. Wahrscheinlich sehen wir uns nur nachher bei der Zeremonie noch einmal…“

Kazumi ergriff das Wort: „Alles schön und gut, aber was mich am meisten interessiert, ist nicht die Vergangenheit oder die Gegenwart, sondern die Zukunft. Wenn wir hier zusammensitzen, ist das vielleicht die letzte Gelegenheit, aus euch herauszubekommen, was ihr plant, also spuckt es schon aus!“
Sie grinste breit und fügte hinzu: „Wenn ihr wollt, fange ich auch an.“
Kaede erwiderte trocken: „Wir nehmen dich beim Wort, Kazumi, fang an! Wie wird es bei dir weitergehen?“
„Als ob du das nicht wüsstest… aber egal, du bist ja nicht die einzige hier. Also, ich werde – tadaa! – Pressesprecherin des Königshauses von Vespertatia!“
Die Mädchen schauten sich ungläubig an.
„Wer soll dir das denn glauben?“ fragte Akira mit einem Kopfschütteln. „Als ob das Königshaus nicht genug fähige Leute hätte, die in der Lage sind, die Öffentlichkeitsarbeit zu erledigen.“
„Naja…“, Kazumi zuckte etwas verlegen mit den Achseln, „zumindest werde ich im Public Relations Department des Königshauses als Voluntärin übernommen. Mag sein, dass es noch ein weiter Weg ist bis zum offiziellen Pressesprecher, aber der Anfang ist damit doch gemacht, findet ihr nicht auch?“
Makie lachte: „Ah, das klingt schon anders. Aber du hast Recht: Der Anfang ist gemacht. Dann streng dich mal schön an, damit du eines Tages an Negis Seite stehen kannst!“
Kazumi zuckte zusammen: „Hey, das kann man auch missverstehen! Ich will nur seine Pressesprecherin werden, mehr nicht!“
„Jaja, das sagen sie alle!“ Die Anwesenden nickten verständnisvoll. So richtig glauben wollte Kazumi wohl niemand.


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Beitragvon Balmung » So 23. Dez 2012, 01:19

Ich hoffe, du nimmst es mir zumindest erstmal nicht übel, wenn ich noch davor abschrecke ein Ende von Negima zu lesen, bevor ich das richtige Ende gelesen habe. Für mich läuft Negima noch, deswegen würde ich erst noch gerne das richtige Ende lesen. Also das ist momentan nur ein Gedanke, aber vielleicht kann ich ihn noch überwinden - in der Kenntnis, dass dies auch nur ein fiktives Ende von Negima ist. ^^

Aber habe ich es richtig verstanden, dass du in deiner FanFic nicht explizit erwähnst, ob du von gewissen Grundannahmen aus dem Ende des Mangas ausgehst, es aber durchaus der Fall sein kann?
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Beitragvon Haviland » So 23. Dez 2012, 21:03

Naja, sagen wir es mal so: Das ist eine Fanfic, also wird die Handlung nicht unbedingt dem Manga folgen. Aber du hast schon recht: Wahrscheinlich bin ich wirklich etwas zu frueh (warum hat Android keine Umlaute...). Aber ich war so gluecklich, dass ich die erste Geschichte fertig hatte, dass ich sie unbedingt herzeigen wollte :( . Ach, was solls, lies sie im April, wenn du den letzten Band gelesen hast. Vielleicht findet sich ja der eine oder andere Scanlation-Leser, den das jetzt schon interessiert. Und ich feile inzwischen an der zweiten Story ;) .
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Beitragvon Balmung » Do 5. Sep 2013, 23:43

So, den ersten Teil deiner Negima-FanFiction hab ich nun auch endlich angefangen. ^^

Mir gefällt zu aller erst dein Schreibstil - er wirkt locker, aber dennoch detailliert und ausführlich. Ich mag auch die Einleitung, in der du erzählt hast, wie die Stimmung gerade im Wohnheim ist und was gerade stattfindet. Auch fand ich die Gespräche zwischen den Mädchen ziemlich authentisch, denn ich konnte mir tatsächlich die verschiedenen Charaktere vorstellen, wie sie das Gesagte stimmlich und mimisch bzw. gestisch ausdrücken. Die Stimmung wirkt ziemlich - wie für Negis Klasse typisch - sehr heiter und lebhaft. ^^

Kommen wir nun zum Inhaltlichen:

Wie erwartet hast du KonoXSetsuna in deiner Negima-Version aufgenommen, die Idee hat mir ziemlich gut gefallen! ^^ Dass sie nun in deiner Welt als Partner durch die magische Welt ziehen, sich um die Leute kümmern und dadurch bereits viel Anerkennung geerntet haben, ist eine schönes Szenario.
Negi als Prinzen von Vespertatia und Asuna als Prinzessin von Ostia kann ich allerdings noch nicht ganz erfassen - also die Bedeutung Orte in der magischen Welt hab ich gerade nicht mehr im Kopf. Was war nochmal Vespertatia und was war Ostia? In welchem Zusammenhang standen diese Orte zueinander? Vielleicht schaue ich es auch noch selbst nach, wenn ich motiviert bin danach zu suchen. ^^


Aber bis dahin gefällt mir der Anfang ganz gut, er ist vielversprechend! Lädst du den zweiten und den dritten Teil auch noch hoch?
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Beitragvon Haviland » Fr 6. Sep 2013, 10:09

Erstmal danke für das Lob - das tut gut :D. Diese Story zu schreiben, hat mir echt Spaß gemacht. Leider komme ich mit der zweiten nicht so richtig voran, auch weil ich im Moment nicht so viel Zeit habe - aber das wird schon noch...

Vespertatia ist das Königreich, das nach dem Zwischenfall mit seiner Hauptstadt Ostia (als wegen der Aktion vor 20 Jahren die Magie abgesogen wurde und Ostia zu großen Teilen vom Himmel fiel) unterging und von Megalomesambria sozusagen unter Protektorat gestellt wurde (mann könnte auch sagen: annektiert). Arika (Negis Mutter) war zu dem Zeitpunkt Königin und wurde später in einem politischen Prozess für die Zerstörung Ostias verantwortlich gemacht (obwohl das absoluter Quatsch war, aber wenn man einen Bösewicht sucht, findet man auch einen...). Ich habe einfach mal impliziert, dass nach dem Sieg Negis und der Rettung der Magischen Welt die öffentliche Meinung so angeheizt war, dass es politisch möglich wurde, das alte Reich und das zugehörige Königshaus wieder einzurichten. Ich persönlich mag es lieber, wenn auch Arika dabei ist, deshalb habe ich sie als "Schwiegermutter" erwähnt, auch wenn ich mir nicht zumute, ihre Rettung zu beschreiben...

Jetzt bin ich wieder motiviert, die zweite Geschichte zu schreiben :D.
Zuletzt geändert von Haviland am Fr 6. Sep 2013, 10:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Balmung » So 8. Sep 2013, 00:50

Danke für die Erklärung! ^^ Ich freue mich dann auf die Fortsetzung, wenn sie dann kommt! :D
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